ASHTANGA YOGA Munich München.
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Thomas

Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar -
Ein offener Brief an die deutschen Yoga-Schüler

Von David Williams

David Williams hat Ashtanga Yoga aus Indien in den Westen gebracht. Er hat es ab 1973 in Indien gelernt und 1975 K. Pattabhi Jois und Manju P. Jois erstmals nach Kalifornien geholt. David ist der erste Westler, der das gesamte Ashtanga-Yoga-System aus Asana und Pranayama gelernt und unterrichtet hat. Er war z. B. der Lehrer von Nancy Gilgoff, David Swenson und Tim Miller. Heute lebt er auf der Insel Maui (Hawaii, USA).

Grüße aus Maui!

Wenn ich Yoga unterrichte, werde ich immer daran erinnert, dass es mir wichtig ist, ein paar Hauptideen darüber, wie Ashtanga Yoga unterrichtet und geübt werden sollte, mit meinen Schülern zu teilen. Sie basieren auf meinem eigenen Lernen, auf Beobachtung und kontinuierlichem Üben.

Zuerst und vor allem hoffe ich, dass Ihr von mir lernen könnt, dass beim Üben gilt: „Wenn es weh tut, machst Du es falsch.“ Über die Jahre habe ich beobachtet, dass zu viele Leute sich und Andere verletzen. Das Üben von Yoga kann (und sollte) vom Anfang bis zum Ende angenehm sein. Wichtig sind Mula Bandha und tiefes Atmen. Beweglicher wird man zwangsläufig vom täglichen Üben.

Ich habe aus meinem eigenen Üben und aus der Beobachtung gelernt, dass es zu Verletzungen führen kann, wenn man seine jetzigen Grenzen mit Gewalt verschiebt, um in eine Yoga-Stellung zu kommen. Das führt dazu, dass man die Verletzung ruhen lassen muss, um sich zu erholen, damit man wieder anfangen kann zu üben. Dieser ganze Vorgang ist nicht nur unangenehm, er widerspricht auch meiner Überzeugung, dass man größere Beweglichkeit erzeugen kann durch langsames, stetiges tägliches Üben, bei dem man selbst im Körper Hitze erzeugt, um sich in die Stellungen hinein zu entspannen, als wenn man in eine Stellung hineingezwungen wird. Ich habe beobachtet, dass diese langsamere, stetigere Methode nicht nur gesünder ist, sondern dass sie es einem auch erlaubt, eine größere Beweglichkeit von dauerhafterer Art zu entwickeln als die Art von Beweglichkeit, die erzwungen wird. Verschiebt man seine jetzigen Grenzen gewaltsam, kann das, wie viele festgestellt haben, unglücklicherweise dazu führen, dass man die Aktivität während der Erholungsphase sehr zurückfahren oder begrenzen muss. Dieser Kreislauf kann zu unangenehmen Assoziationen mit der eigenen Yoga-Praxis führen, im Gegensatz zu den angenehmen Erfahrungen, die ich vermitteln möchte und von denen ich glaube, dass sie nötig sind für eine lebenslange Praxis.

Ich will Jedem von Euch zeigen, wie man die Ashtanga-Yoga-Serien in einer lebenslangen Praxis üben kann, die eine völlig angenehme Erfahrung ist. Ich vermute, dass Ihr, als Ihr zum ersten Mal die Ashtanga-Yoga-Übungen gesehen habt, Euch gesagt habt „Wenn ich das machen würde, wäre das großartig für mich!“ Also, genau darum geht es … Ihr habt bei den Übungen zugesehen und Ihr wollt damit weitermachen. Der Schlüssel ist, für den Rest Eures Lebens damit weiter machen zu können, Yoga zu üben. Aufgrund von fast 40 Jahren, in denen ich Tausenden von Leuten beim Yoga-Üben zugesehen habe, ist mir klar geworden, dass diejenigen, die dabeibleiben, diejenigen sind, die in der Lage sind herauszufinden, wie man es angenehm macht. Sie freuen sich auf ihre tägliche Praxis und nichts kann sie davon abhalten, die Zeit dafür zu finden. Es wird einer der angenehmsten Teile ihres Tages. Die Anderen geben es auf zu üben, bewusst, unterbewusst oder unbewusst. Es ist mein Ziel, alles zu tun, was ich kann, um Euch dazu anzuregen, Eure Yoga-Praxis nicht nur für ein paar Tage aufzubauen, sondern für den Rest Eures Lebens. 

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David Williams, Astavakrasana (Weiterführende Serie, Teil "A")

Zweitens hoffe ich mit Euch meine Überzeugung zu teilen, dass es nicht das Endziel von Yoga ist, Beweglichkeit und Stärke zu verbessern. Erhöhte Beweglichkeit und Stärke sind einfach das natürliche Ergebnis und der Nutzen des täglichen Übens. Während zusätzliche Beweglichkeit und Stärke wichtige und offenkundige Nutzen des Yoga sind, glaube ich, dass die Ziele des Yoga-Übens in Selbsterkenntnis liegen und darin, sich selbst jeden Tag wieder aufs Neue ausgeglichen und gesund zu erhalten. Gesundheit ist Euer höchstes Gut. Die Erbinformation des Körpers weiß, wie sie sich selbst heilen kann; alles, was sie sonst noch braucht, ist die Energie dazu. Die energiespendenden, verjüngenden Yoga-Übungen können die Quelle dieser Energie sein.

Ich werde gelegentlich gefragt, ob Jemand „gut in Yoga“ ist. Ich antworte sofort, dass der beste Yogi nicht derjenige ist, der am beweglichsten ist, sondern derjenige, der am meisten konzentriert ist auf das, was er tut, derjenige, der am intensivsten Mula Bandha hält und tief atmet. Es hat mich etwas traurig gemacht, Leute zu beobachten, die „mit ihrer Yoga-Praxis im Wettbewerb stehen“. Ich habe auch Andere beobachtet, die bei ihrer Praxis entmutigt werden, weil sie diesen Wettbewerb fühlen und sich Sorgen machen, dass sie ihre Praxis niemals mit der Beweglichkeit und dem Geschick derer werden machen können, die in den Serien schon weiter sind. Mein Ziel ist es, die Idee zu vermitteln, dass der größte Yogi derjenige ist, der seine Praxis am meisten genießt, nicht derjenige, der die ultimative Brezel-Stellung einnehmen kann. Es ist meine Überzeugung, und das hoffe ich Euch zu vermitteln, dass das, was in dieser Meditation in Bewegung wirklich wichtig ist, das ist, was für den Beobachter unsichtbar ist, das, was in Jedem von Euch ist.

Ich glaube an das Yoga. Ich glaube, dass Jeder, der den Wunsch dazu hat, die Ashtanga-Praxis (vielleicht mit persönlichen Anpassungen) auf eine Art machen kann, die vollkommen angenehm ist. Seit Jahren schon sage ich, „Wenn jemand zu mir sagen würde: `Du hast 15 Minuten oder eine Stunde etc., tu Dir etwas Gutes. Du kannst Hanteln benutzen, Fahrräder oder was Du willst´, dann würde ich mit den Sonnengrüßen und der Ersten Serie des Ashtanga Yoga anfangen. Wenn mir jemand etwas Besseres zeigen kann, dann bin ich bereit, es zu lernen. In den 40 Jahren meiner Suche habe ich fünf oder sechs Systeme von Yoga-Übungen gelernt. Für mich habe ich kein besseres Programm zur körperlichen, geistigen und gefühlsmäßigen Fitness gefunden als das Ashtanga-Yoga-System. Ich hoffe, dass Ihr dasselbe Gefühl habt.

Ich freue mich darauf, meine Praxis und meine Erfahrung mit Euch zu teilen. 

Yours in Yoga,

David Williams 


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